Video: Gun Runners | Trailer
Gun Runners - Tausche Waffe gegen Laufschuh (Foto: Georgina Goodwin)
GEO Television präsentiert: Gun Runners (Foto: )
Robert Matanda, Julius Arile (Foto: )
GEO Television präsentiert: Gun Runners (Foto: Georgina Goodwin)
Bild 1 von 4: Gun Runners - Tausche Waffe gegen Laufschuh (Foto: Georgina Goodwin)

Gun Runners - Tausche Waffe gegen Laufschuh


Montag, 19.6. 20:15 Uhr
    2:25 Uhr (Wdh.)
Dienstag, 20.6.   9:20 Uhr (Wdh.)
Mittwoch, 21.6. 14:15 Uhr (Wdh.)

Julius Arile und Robert Matanda haben ihre Waffen gegen Laufschuhe getauscht. Doch bis zum erfolgreichen Marathonläufer ist es ein langer und schwerer Weg. Die Dokumentation begleitet die Kenianer mehr als acht Jahre lang bei ihrem Kampf aus der Perspektivlosigkeit in ein Leben abseits der Illegalität. GEO Television zeigt „Gun Runners – Tausche Waffe gegen Laufschuh“ als Koproduzent jetzt im deutschen Fernsehen.

In Kenia gibt es mehr als eine halbe Million illegaler Schusswaffen. Seit vielen Jahrzehnten verbreiten bewaffnete Viehdiebe in weiten Teilen des Landes Angst und Schrecken. Die kenianische Regierung hat deshalb ein Entwaffnungsprogramm gestartet, um die Gewalt im Land zu beenden. Viehdiebe und Kriminelle erhalten bei Abgabe ihrer Waffen einen vollständigen Straferlass und ein Paar Laufschuhe. Auch die beiden Jugendfreunde Julius Arile und Robert Matanda waren einst einfache Viehdiebe, bis sie die Chance ergriffen, ihre Waffen abzulegen und in ein geregeltes Leben zurückzukehren. Wie so viele ihrer Landsleute zuvor, träumten beide nun von einer Karriere als erfolgreicher Marathonläufer.

Das Laufen ist in Kenia aber nicht nur Volkssport, sondern für viele Menschen oft der einzige Weg, ihrer Perspektivlosigkeit zu entkommen. Doch nur einem von fünfzig Sportlern wird dabei der ersehnte Sprung in eine Profikarriere gelingen. Während der ungeduldige Matanda seine Laufschuhe bald schon an den Nagel hängt, um in die Politik zu gehen, verfolgt sein ehrgeiziger Freund Arile unermüdlich sein sportliches Ziel – und träumt als Läufer davon, den berühmten New-York-Marathon zu gewinnen.

„Gun Runners – Tausche Waffe gegen Laufschuh“ erzählt die Geschichte afrikanischer Viehdiebe, die ihre Waffen ablegten, um ein neues Leben als Marathonläufer zu beginnen. Der Film erzählt von sportlichen Siegen, bewegenden Niederlagen und der unerschütterlichen Kraft, wider aller Umstände, an Träumen festzuhalten.

►KURZINFO ZUR PRODUKTION
Für ihr Langfilmdebut „Gun Runners – Tausche Waffe gegen Laufschuh“ begleitete die preisgekrönte kanadische Regisseurin Anjali Nayar ihre beiden Protagonisten mehr als acht Jahre lang. In diesem Zeitraum gelang es ihr, ein spannendes, bildreiches und feinfühlig beobachtetes Filmporträt zweier Persönlichkeiten einzufangen, die beweisen, dass ein Neuanfang im Leben immer möglich ist. Der Dokumentarfilm ist in Zusammenarbeit mit GEO Television entstanden.

►JULIUS ARILE & ROBERT MATANDA
EIN LEBEN ZWISCHEN WAFFEN, POLITIK UND SPORT
Kurz nachdem die ehemaligen Viehdiebe Julius Arile und Robert Matanda den kenianischen Busch verlassen haben, um ihre Waffen abzulegen, steht Arile in New York an der Seite des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan, der ihm zur erfolgreichen Teilnahme am kenianischen Entwaffnungsprogramm gratuliert. Der Marathonläufer Arile, der in seiner Heimat mittlerweile täglich in der Höhenluft trainiert, nimmt sich in diesem Moment vor, bald nach New York City zurückzukehren, um dort den renommierten Marathonlauf zu gewinnen. Doch schon bald gehen einige Jahre ins Land. Ariles Familie verliert nun zunehmend die Geduld mit dem ehrgeizigen Sportler, der noch immer keinen großen Erfolg als Läufer vorweisen kann und nun immer wieder Verletzungspausen einlegen muss. Arile muss sich oft rechtfertigen, seiner Familie seit Jahren nicht geholfen zu haben. Die wenigen Pokale und Fotos, auf denen er lächelnd neben Kofi Annan zu sehen ist, machen die ungeduldige Familie nicht satt. Arile stürzt sich bald ehrgeizig ins Training. Trotz aller Widrigkeiten will sich der Marathonläufer seinen Traum nicht nehmen lassen.

Sein Jugendfreund Robert Matanda ahnt viel früher als Arile, dass aus ihm kein erfolgreicher Läufer werden wird. Im Gegensatz zu seinen Freund, hat Matanda mit echten Dämonen zu kämpfen: In seiner Zeit als Krimineller hat er unzählige Menschen mit seiner Waffe getötet. Macht hat den einstigen „Warrior“ schon immer fasziniert. Während Arile in den Trainingslagern schuftet, in denen viele Träume bersten, kehrt Matanda in seinen alten Beruf als Bauer zurück. Er muss das Schulgeld für seine Kinder irgendwie erarbeiten. Doch schon bald verfolgt Matanda ein neues Ziel und spielt bereits mit dem vertrauten Gedanken, Macht zu haben: Er unterstützt nun einen Lokalpolitiker im Wahlkampf, der ihm einen lukrativen Posten in Aussicht gestellt hat. Mit dieser Entscheidung setzt Matanda sowohl finanziell als auch privat alles auf eine Karte. Genauso wie sein Freund Arile, weiß auch er, dass man Gelegenheiten am Schopf packen – und diese auch festhalten muss.