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Der taumelnde Kontinent

Der taumelnde Kontinent

Historiker, die sich mit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg beschäftigen, stellen sich meist nur die Frage, wie es zu dem Krieg kommen konnte. Für Historiker Philipp Blom ist dies eine viel zu einengende Perspektive. In seinem Bestseller „Der taumelnde Kontinent“ macht er deutlich, dass der Anfang des 20. Jahrhunderts viel mehr war: Eine Zeit des Umbruchs, in der unsere heutige moderne Welt vorbereitet wurde. Die auf dem Buch basierende Dokureihe versetzt den Zuschauer mit viel seltenem Archivmaterial in diese aufregende Zeit zurück.

Mit dem Buch „Der taumelnde Kontinent“ hat der deutsche Historiker und Schriftsteller einen Bestseller gelandet. Seine Beschreibungen der Jahre 1900 – 1914 haben sich zu einem Standardwerk der Geschichte entwickelt. Die Dokureihe basiert auf dem Buch und Philipp Blom gibt selbst als Moderator einen Einblick in eine Zeit voller Umbrüche. In eine Zeit, in der sich alles, was den Menschen vertraut war, scheinbar über Nacht änderte. Es war eine Zeit des Kampfes zwischen Tradition und Moderne. Frauen forderten ihre Rechte ein, Männer wurden unsicher und suchten nach einer neuen Männlichkeit, die alten Monarchien klammerten sich an ihre Macht, während Wissenschaft und Kunst das alte Weltbild zertrümmerten. Wachstum und Beschleunigung waren allgegenwärtig und ganz Europa befand sich im Wettstreit. Durch die Industrialisierung strömten die Menschen in die Städte und mussten sich dort neu erfinden. Jeder wurde Teil einer Masse. Das Leben beschleunigte sich, Uhren wurden zur Massenware, Fabriken führten Fließbänder ein, Effizienz beherrschte den Alltag.

Riesige Kaufhäuser boten alle erdenklichen Waren an und Kinos zeigten Filme aus aller Welt und gaben Einblicke in die intimsten Situationen. Urlaub begann für viele Menschen erschwinglich zu werden und die Kolonien in Afrika mussten für den neuen Luxus zahlen.

Mit der Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand im Juni 1014 in Sarajevo sollte Europa 30 Jahre lang in einem Strudel von Gewalt, Nationalismus und Ideologien versinken. Doch zuvor waren bereits die großen emotionalen, wissenschaftlichen und intellektuellen Veränderungen, die unser heutiges, modernes Leben prägen, entstanden. Nie zuvor hatte es so viele Gründe gegeben, optimistisch zu sein, aber nie zuvor hatten so viele Menschen auch skeptisch in die Zukunft geblickt.

Daten und Fakten

Produktionsland Deutschland
Produktionsjahr 2014
Regie Philipp Blom und Robert Neumüller
Laufzeit 3 Epsioden á 45 Minuten

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