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Die Eisbrücke - Expedition In Eine Neue Welt

Die Eisbrücke - Expedition in eine neue Welt

Wann wurde Amerika besiedelt?

Muss die Geschichte der Besiedlung Amerikas umgeschrieben werden? Neue Funde sollen beweisen, dass bereits 5.000 Jahre früher als bisher angenommen die ersten Menschen die Beringia-Landbrücke von Ostsibirien nach Alaska überquerten. Mit eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen und modernen Grafiken stellt die Doku den harten wissenschaftlichen Diskurs vor. Werden moderne DNA-Analysen endlich Klarheit bringen?

Die Erstbesiedlung des nordamerikanischen Kontinents wird in Wissenschaftskreisen bereits seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Obwohl es als sicher gilt, dass prähistorische Kulturen am Ende der Eiszeit vor knapp 15.000 Jahren über die berühmte Beringia-Landbrücke von Ostsibirien nach Alaska gelangten, glauben einige Anthropologen, dass bereits 5.000 Jahre zuvor Menschen über den Atlantik nach Amerika strömten. Archäologische Fundstücke wie filigrane Feuerstein-Blattspitzen, die in Westeuropa und an der Ostküste Amerikas gefunden wurden, weisen durchaus erstaunliche handwerkliche Parallelen auf. Doch liefern diese neuen Funde wirklich den Beweis, dass Menschen schon vor 20.000 Jahren die waghalsige Atlantiküberfahrt wagten? Oder handelt es sich hier lediglich um einen merkwürdigen Zufall?

Die erfahrenen US-Anthropologen Dennis Stanford und Bruce Bradley versuchen seit 20 Jahren zu beweisen, dass es am Ende der Eiszeit aus Europa eine Migrationsbewegung der jungpaläolithischen „Solutréen“-Kultur nach Amerika gab. Doch wie ist es den Menschen damals gelungen, unter den harschen Wetterbedingungen Tausende von Kilometer zu überwinden? Werden moderne DNA-Analysen und ihre Grabungen diese These stützen?    

„Die Eisbrücke – Expedition in eine neue Welt“ erzählt in eindrucksvollen Naturaufnahmen und modernen Grafiken von der Erstbesiedlung Nordamerikas: Haben die Menschen des Jungpaläolithikums bereits viel früher die waghalsige Atlantiküberfahrt gewagt, als bislang angenommen wird? GEO Television zeigt die Dokumentation zum ersten Mal im deutschen Fernsehen.

Die Besiedlung Amerikas - Ein Streitpunkt in der Wissenschaft

Als bei archäologischen Grabungen an der Ostküste der USA Feuerstein-Blattspitzen in 20.000 Jahre alten Erdschichten gefunden werden, erkennen die US-Anthropologen Bruce Bradley und Dennis Stanford rasch auffällige Ähnlichkeiten zu den Werkzeugen der jungpaläolithischen „Solutréen“-Kultur, die von etwa 22.000 bis 18.000 v. Chr. in Westeuropa verbreitet war. Diese Funde rütteln unerwartet an der gängigen These über die Erstbesiedlung Nordamerikas. Denn bislang waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass Menschen erst etwa 5.000 Jahre später über die Beringia-Landbrücke über Alaska auf den Kontinent gelangten.

Hatten die Menschen der „Solutréen“-Kultur damals tatsächlich die abenteuerliche Atlantiküberfahrt entlang der schroffen Eisdecke gewagt, die zu dieser Zeit die Nordhalbkugel bedeckte? Waren sie dazu überhaupt technisch in der Lage? 

Dennis Stanford und Bruce Bradley suchen in Westeuropa und in den USA nach Beweisen für ihre These, der viele ihrer Kollegen jedoch mit Skepsis begegnen. Für die Kritiker ist eine frappierende Ähnlichkeit der aufgefundenen Steinwerkzeuge kein eindeutiger Beweis. Um ihre These der frühen Migration nach Amerika zu stützen, ziehen Standford und Bradley deshalb nun auch führende Genforscher hinzu, um die genetische Herkunft US-amerikanischer Ureinwohner und der von Europäern nachzuweisen. Standford und Bradley sind sich sicher, dass die Geschichte der Erstbesiedlung Nordamerikas neu geschrieben werden muss – in ihren Augen waren die Menschen der „Solutréen“-Kultur dank ihres großen Einfallsreichtums und ihrer handwerklichen Fähigkeiten bereits vor 20.000 Jahren in der Lage, den Atlantik zu überqueren.

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