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Die Farm in den Alpen
Sa.
15.12. · 19:15
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So.
16.12. · 01:50
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16.12. · 08:10
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Mo.
17.12. · 13:35
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Die Farm in den Alpen

Ein wahres Naturschutz-Märchen 

Das ist sie, die „heile Welt“ – auf Nicolas Barths Farm, mitten in einem einsamen Tal im Schweizer Jura-Gebirge. Eine Geschichte vom idealistischen Farmer, der einen Ort geschaffen hat, wo Mensch, Haus- und Wildtier in einem harmonischen Miteinander leben. Malerische Panoramen und außergewöhnliche Tierfreundschaften zwischen Hund, Fuchs und Co. verschmelzen mit sanfter Filmmusik zum idyllischen Naturschutz-Märchen. Und das Beste daran: Es ist auch noch echt! 

Weder Zäune, noch Pflanzenschutzmittel noch Gewehre - auf der „Masesselin-Farm“ versucht Öko-Farmer Nicolas Barth seine Vision von natürlicher Landwirtschaft zu verwirklichen. Unglaubliche Bilder aus der Tier-Perspektive zeigen eindrücklich, wie wunderbar ihm das gelingt. Wilde Füchse, Luchse und Uhus sind bei ihm ebenso willkommen wie seine Hühner, Kühe, sein Hund oder auch Insekten und natürlich der dicke „Haus-Igel“. Sie alle sind, wie er selbst, Teil dieser dynamischen Lebensgemeinschaft. Zwar gelten die naturgegebenen „Fressen-und Gefressen-werden-Gesetzte“ auch hier, aber mit ein paar einfachen Maßnahmen nimmt Nicolas ihnen die Schärfe. Beispielsweise baut er einen echten Baum in den Stall. Hier können die Hühner artgerecht oben auf den Ästen schlafen, sicher vor Füchsen. Diese muss er deshalb nicht daran hindern, im Stall Mäuse zu jagen oder eine Nacht zu verbringen. 

Auch Luchse können ihm und seinem Vieh wenig anhaben. Diese Einstellung scheint auf Nicolas Haustiere abzufärben. Keine Spur von übertriebener Hetzjagd auf die wilden Gefährten. Rührende Bilder zeigen sogar, wie sich sein Hund und ein junges Fuchs-Waise anfreunden. Diese Geschichte mit dem Happy End ist das Sinnbild für die hier gelungene Fusion von Landwirtschaft, Kultur und Natur, ganz nach dem Motto: „Leben und leben lassen“.

Der Begriff „Naturschutz“ kam in Deutschland zum ersten Mal 1871 durch Naturforscher Leopold Philipp Martin auf. Das deutsche Naturschutzgesetz erschien 1935 in seiner ersten Fassung. Ein Meilenstein im Angesicht der Moderne, in der Natur stets „nur“ eine Ressource war und noch keiner ahnte, wieviel Schaden die Industrialisierung in der Landschaft verursachen würde. Zunächst war mit Naturschutz der segregative Naturschutz gemeint, was so viel hieß, wie abgegrenzte, für Menschen verbotenen Zonen wie beispielsweise streng geschützte Naturschutzgebiete. Ein Modell, welches durch Erfahrungswerte und immer mehr Forschungsergebnisse im Hinblick auf Ökosystem-Forschung bald ausgedient hatte. Die Einsicht kam schnell, dass Mensch und Natur nicht getrennt werden sollten. Seitdem geht der Trend hin zum „integrativen Naturschutz“. 

Beispiele hierfür sind extensive Landwirtschaft (das heißt, es wird auf Mischkulturen, Ernteabfolgen und zum Beispiel Brut-Zeiten geachtet) oder Ökotourismus wie in Nationalparks. Glücklicherweise steht Prozessschutz - ganzheitlicher Natur- und Umweltschutz von Luft, Wasser, Boden, Tier- und Pflanzenwelt - auf der Agenda der aktuellen EU-Politik. 

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