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Die Sieger mit 6 Beinen

Die Sieger mit 6 Beinen

Insekten können ziemlich lästig sein. Sie fliegen um uns herum, stechen, saugen unser Blut und manche von ihnen sehen aus wie Mini-Monster. Doch können wir ohne unsere sechs-beinigen Nachbarn in ernste Schwierigkeiten geraten. Denn sie sorgen dafür, dass wir nicht im Abfall ersticken, bestäuben unsere wichtigsten Kulturpflanzen und dienen unzähligen Tieren – auch uns Menschen – als eiweißreiche Nahrung. In Millionen von Jahren entwickelten sich Insekten zu faszinierenden Wesen, ohne die unsere Erde ein ganz anderer Planet wäre. Die Dokumentation stellt Ameisen, Bienen und Co. mit spektakulären Nahaufnahmen vor und lüftet ihr Erfolgsgeheimnis, das ihren mehr als 300 Millionen Jahre andauernden Siegeszug über die Erde erklärt.

Wir Menschen sind davon überzeugt, die Herrscher der Erde zu sein: ein Trugschluss. Alleine in ihrer Anzahl schlagen uns die Insekten deutlich. Wie viele verschiedene Arten es gibt, wissen wir nicht. Klar ist nur, dass es mehrere Millionen sind. Zwei Drittel aller Tierarten zählen zu den Insekten. Lange vor uns Säugetieren haben sie die Kontinente erobert und fast jeden Lebensraum erschlossen – mit Ausnahme der Ozeane. So spielen sich in jedem Winkel unserer Erde täglich kleine Dramen ab – oft geht es dabei um die Fortpflanzung. Die meisten Insekten leben einzig und allein dafür, so viel Nachwuchs wie möglich zu produzieren. Um zum Zuge zu kommen, müssen Hirschkäfer erst einmal ihre Konkurrenz ausstechen. Ihre riesigen Geweihe dienen einzig und allein dem Kampf mit Mitbewerbern.
Mistkäfer werden von dem Duft eines frischen Kothaufens angezogen. Diesen nutzen sie zugleich als Nahrungsquelle und Partnerbörse. 

Nicht nur als Herrscher, sondern auch als Architekten machen uns Insekten Konkurrenz. Hornissen sind in der Lage, ganz alleine ein Lampions-artiges Nest mit sechseckigen Brutwaben zu bauen. Ameisen gehören nicht nur zu den erfolgreichsten Insekten, sondern auch zu den größten Architekten. Die Blattschneideameise kann das 50-fache ihres Körpergewichts tragen. Zum Vergleich müsste ein Mensch einen Laster stemmen. Außerdem haben die kleinen Tierchen ihr soziales Leben perfektioniert. Jede einzelne Ameise hat von ihrer Geburt bis zum Tod eine feste Aufgabe – alles zum Wohle der Gemeinschaft und dem Fortbestehen ihrer Kolonie. 

Nektarliebende Insekten haben unsere Welt in besonderem Maße verändert. Ohne sie wäre unsere Welt nicht so bunt, sondern ein eintöniger Ort. Sie sind mit den Blütenpflanzen eine enge Partnerschaft eingegangen und sorgen, ohne es zu wissen, sehr zuverlässig für die Bestäubung der Pflanzen. Dafür bekommen sie den süßen Nektar – eine sogenannte „Win-Win-Situation“.

Doch das Lebend der Insekten ist kein reines Zuckerschlecken. Im Herbst stehen sie durch herabfallende Blätter unter Dauerbeschuss. Ein Regentropfen kann eine kleine Katastrophe auslösen. Außerdem erscheint in ihrer Welt ein Sommergewitter wie ein Tsunami.
​Darüber hinaus lauern überall Gefahren. Mit den Reptilien – ihre ältesten Feinde – liefern sich die Insekten ein ständiges Wettrüste. Die Sieger mit 6 Beinen eignen sich neue Überlebensstrategien an, dafür entwickeln Reptilien bessere Jagdmethoden. Die Reptilien sind ein Problem, mit dem Erscheinen der Säugetiere kam die nächste schlechte Neuigkeit. Manchmal wendet sich sogar der eigene Lebensraum gegen die Insekten. Der Sonnentau fängt die Krabbeltiere durch klebende Fühler ein und lässt sie nicht mehr entkommen. 

Die Welt der Insekten steckt voller Wunder. Die Dokumentation bringt diese Wunderwelt ein Stück näher und zeigt, dass sich hinter den ekligen Krabbeltieren lebende Zeugnisse der Erdgeschichte verbergen, die - im Gegensatz zu uns Menschen – wahrscheinlich auch noch in mehreren Millionen Jahren die Erde bevölkern werden.

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