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11.07. · 00:10
  —  Fight For Space - Nie wieder Weltraum  

Fight for Space - Nie wieder Weltraum

Wieso hat seit 45 Jahren niemand mehr den Mond betreten? 

Weltraumforschung und Astronautenprogramme genossen in den 60er und 70er Jahren nicht nur in der Gesellschaft hohe Popularität. Sie spielten auch politisch im Kalten Krieg eine wichtige Rolle. Doch dann ließen der Hype, die Bedeutung und auch die Finanzmittel nach, so dass 1972 das letzte Mal ein Mensch den Mond betreten hat. Die Dokumentation geht mit vielen Experteninterviews und seltenem Archivmaterial der Frage nach, warum das NASA-Programm seit Jahrzehnten stagniert.

Als US-Präsident John F. Kennedy 1961 das kühne Ziel einer bemannten Mondlandung ausruft, sind die Zweifel an dem gewagten Vorhaben groß. Trotz technischer Herausforderungen und vieler Rückschläge in den kommenden Jahren gelingt es „Apollo 11“ schließlich, am 20. Juli 1969 erfolgreich auf dem Erdtrabanten zu landen und sicher zurückzukehren. Mehr als eine halbe Milliarde Menschen verfolgen das Medienereignis damals an den Fernsehbildschirmen – und viele faszinierte Kinder und Jugendliche beschließen danach, eine wissenschaftliche Laufbahn in ihrem Leben anzustreben. Das Raumfahrtprogramm der NASA beflügelt die Wissenschaft, die Forschung und die Wirtschaft. Doch schon bald nimmt das öffentliche Interesse an dem Apollo-Programm ab und auch die Gelder für die Raumfahrt werden gekürzt. 1972 betreten Astronauten zum letzten Mal die Mondoberfläche – seitdem hat niemand den Erdorbit verlassen, um den Weltraum zu erforschen. Doch was sind die wahren Gründe für diese Stagnation der bemannten Raumfahrt? 

„Fight For Space – Nie wieder Weltraum“ erzählt von den Ursprüngen und der Geschichte des US-amerikanischen Raumfahrtprogramms und geht der Frage nach, wieso dieses in den letzten Jahrzehnten nicht nur finanziell, sondern auch im Hinblick auf seine Forschungsziele dermaßen stark zurückgefahren wurde. Restaurierte Archiv-aufnahmen sowie aufschlussreiche Interviews mit Astronauten, Wissenschaftlern, Historikern und künftigen Weltraumpionieren zeichnen in dem Film ein facettenreiches Bild von der Vergangenheit, Gegenwart und auch der möglichen Zukunft der US-amerikanischen Raumfahrt. GEO Television zeigt den Dokumentarfilm zum ersten Mal im deutschen Fernsehen.

Die westliche Welt steht unter Schock, als es der Sowjetunion 1957 gelingt, den ersten künstlichen Erdsatelliten „Sputnik 1“ erfolgreich in den Weltraum zu schicken. Der Kalte Krieg ist in vollem Gange und die USA wollen ihrem Erzfeind weder den Weltraum noch die Vorherrschaft über die Raketentechnik überlassen und gründen ein Jahr darauf die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Doch die NASA hinkt in ihren Anfangsjahren der Sowjetunion oft hinterher, da das erste Tier und auch der erste Mensch mit sowjetischen Raketen ins Weltall gelangen. Der Wettlauf zum Mond, der 1961 von US-Präsident Kennedy ausgerufen wird, ist daher politisch motiviert: Die US-amerikanische Mondlandung soll die Überlegenheit des westlichen Systems über die Sowjetunion demonstrieren.
Als „Apollo 11“ 1969 tatsächlich erfolgreich auf dem Mond landet, wird eine ganze Generation US-Amerikaner dazu inspiriert, in die Fußstapfen der Wissenschaftler und Ingenieure zu treten, die diese technische Meisterleistung ermöglicht haben. Doch nach diesem großen Triumph fällt das öffentliche Interesse an den nächsten Mondlandungen gering aus. Das einst stark geförderte Apollo-Programm muss finanzielle Einbußen sowie die Streichung bereits geplanter Missionen in Kauf nehmen. Die US-Regierung scheint damit zufrieden zu sein, die Sowjetunion im Wettlauf zum Mond geschlagen zu haben. Es gibt in den folgenden Jahrzehnten zwar viele kühne Pläne für Raumstationen, Raketensysteme und sogar Mondstationen, aber keine davon werden in die Tat umgesetzt. Auch das US-amerikanische „Space Shuttle“-Programm, das „Apollo“ 1981 ablöst, leidet in den 1980er Jahren unter hohen Kosten, tragischen Unfällen und der Tatsache, dass diese Raumfähre den Erdorbit nicht verlassen kann – doch erst eine Rückkehr zum Mond oder eine bemannte Mission zum Mars hätten die visionäre Kraft, die Fantasie der Menschen zu beflügeln, wie es einst die Mondlandung getan hat. 

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