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Guy Fawkes und die Pulververschwörung

Die Pulververschwörung war ein Attentatsversuch, der die Geschichte verändert hätte, wäre er nicht in letzter Minute vereitelt worden: 13 Katholiken planten am 5. November 1605, den protestantischen König Jakob I. und alle Mitglieder des britischen Parlaments umzubringen. Der Film bereitet das Ereignis auf, bei dem Sprengstoffexperte Guy Fawkes eine Schlüsselrolle spielte. 

Das mörderische Vorhaben, dem auf einen Schlag die komplette herrschende Klasse Großbritanniens zum Opfer gefallen wäre, flog erst kurz vor seiner Umsetzung durch ein anonymes Warnschreiben auf, das dem katholischen Lord Monteagle offenbar aus den Reihen der Verschwörer zugegangen war. 
Die Macher der Dokumentation bemühen sich im Zuge ihrer akribischen Aufarbeitung der über 400 Jahre zurückliegenden Geschehnisse darum, allen Beteiligten gerecht zu werden. Dementsprechend begnügen sie sich bei der Berücksichtigung zeitgenössischer Quellen keineswegs mit offiziellen Verlautbarungen, sondern beziehen vielmehr in hohem Umfang authentische Schilderungen der Attentäter ein. 
Von besonderer Aussagekraft sind die überlieferten Protokolle der Verhöre einiger Verschwörer, etwa das Geständnis des sich ohne vorherige Folter zu seiner Verwicklung in die Tatvorbereitungen bekennenden Landadeligen Thomas Wintour. Eine wissenschaftlich fundierte historische Einordnung der beleuchteten Ereignisse leisten renommierte Fachleute wie die Cambridge-Dozenten Dr. Clare Jackson und Dr. Mark Nicholls. 
Nachfahren von Schlüsselfiguren der Gunpowder-Verschwörung wissen aufschlussreiche familiäre Hintergrundinformationen zu den damaligen Vorgängen beizusteuern.

Zusätzliche Infos

Guy Fawkes wurde am 13. April 1570 im nordenglischen York geboren. 1591 verließ Fawkes Großbritannien, um im Achtzigjährigen Krieg auf der Seite des katholischen Spaniens gegen die protestantischen Niederlande zu kämpfen. Als Soldat entwickelte er sich zunehmend zu einem Sprengstoffexperten. 
Guy Fawkes' Name und Gesicht haben sich tief in die kollektive Erinnerung der britischen Bevölkerung eingegraben. Die Vereitelung des gewaltigen Anschlages z. B. wird innerhalb des Vereinigten Königreiches alljährlich am 5. November unter der Bezeichnung "Bonfire Night" feierlich begangen, zum Brauchtum gehört hierbei vielerorts neben dem Entzünden von Feuerwerken das Verbrennen einer Guy-Fawkes-Puppe. 
Bei einer Umfrage bezüglich der "100 wichtigsten Briten" landete der gescheiterte Attentäter 2005 immerhin auf Platz 30. 
Die Comic-Schöpfer Alan Moore und David Lloyd ebneten Fawkes den Weg in die Popkultur, indem sie die Hauptperson ihrer Graphic Novel "V wie Vendetta" (1982) in entsprechender Verkleidung agieren ließen. Spätestens im Zuge ihrer Aneignung durch die Internetinitiative Anonymous sowie die Occupy-Wall-Street-Bewegung wurde die Guy-Fawkes-Maske endgültig zu einer Chiffre für eine prinzipielle Verweigerungshaltung gegenüber den herrschenden politischen und sozialen Verhältnissen.

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