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Invasion der Robben

Invasion der Robben

Kulleraugen, Stupsnase, runder Kopf - Robben kann man nur gern haben. Sie sind lustige Pummel, aber sie haben auch eine andere Seite. Ganz oben in der Nahrungskette sind sie die Raubtiere der Küsten und verfügen über verstörende Eigenschaften. Die Doku zeigt das Leben der faszinierenden Meeressäuger - in der Antarktis, im Pazifik, im Mittelmeer und an den heimischen Küsten der Nord- und Ostsee.

Wir sehen Robben gerne als neugierige und liebenswerte Meerestiere. Dabei vergessen wir oft, dass sie alles andere als Kuscheltiere sind. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen, mit einem ausgewachsenen Braunbären zu spielen. Doch eine ausgewachsene Kegelrobbe steht den Bären sowohl im Gewicht als auch mit ihrem Gebiss in nichts nach. Die Kegelrobben sind die größten Raubtiere Deutschlands. Nachdem sie fast als ausgestorben galten, haben sie sich ohne fremde Hilfe wieder ausgebreitet – eine seltene Erfolgsgeschichte. An den Sandbänken und Stränden der Nord- und Ostsee können nun wieder große Robbengruppen beobachtet werden, die ein Sonnenbad nehmen. Die meiste Zeit verbringen Robben aber beim Jagen unter Wasser. Bis zu 20 Minuten können sie aushalten, ohne Luft zu holen. So kann es auch vorkommen, dass Robben unter Wasser kurze Nickerchen halten oder bis zu 140 Meter tief abtauchen.

Während männliche Kegelrobben einen Harem um sich bilden, leben Sattelrobben in der Antarktis in Einehe.

Ihre Babys werden auf einer dicken Eisschicht geboren und müssen innerhalb von zwei Wochen ihr Gewicht mindestens verdoppeln. Dann werden sie von ihren Müttern allein gelassen und müssen selbst lernen zu schwimmen und zu jagen. Für sie ist der Zeitpunkt der Eisschmelze deshalb sehr wichtig. Verschwindet das Eis zu früh, ertrinken sie. Taut es zu spät, verhungert der Robbennachwuchs.

Walrosse sind wohl die kuriosesten Vertreter der Robben. Sie können bis zu 3,5 Meter groß werden und zwei Tonnen wiegen. Walrosse sehen nicht nur schlecht gelaunt aus, sie sind es die meiste Zeit auch. Ständig streiten sie sich mit ihren Artgenossen, um den besten Platz. Neben ihrer Fettleibigkeit – Walrosse bauen eine 15 Zentimeter dicke Speckschicht auf – sind ihre langen Zähne am Oberkiefer sehr auffällig. Die Elfenbeinhauer dienen nicht nur der Futtersuche und Verteidigung, sondern auch zum Aufbrechen von Atemlöchern im Eis und als Kopfstütze.


Weltweit gibt es mehr als 35 Robbenarten mit unterschiedlichen Ansprüchen an Lebensraum und Nahrung. Robben haben sich an ihre Umwelt perfekt angepasst. Nur der Mensch macht den Meeressäugern ihren Lebensraum streitig. Überfischung und die vielen Fischernetze gefährden Robben in allen Weltmeeren. Außerdem nehmen der zunehmende Tourismus und die Industrie den Tieren ihre Kinderstube und Lebensraum. Besonders die Mönchsrobben hat es hart getroffen. Die karibischen Mönchrobben sind bereits ausgestorben. Im Mittelmeer gibt es nur noch knapp 600 Exemplare.  

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