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Mit Horn ganz vorn - Wilde Rinder

Mit Horn ganz vorn - Wilde Rinder

Steaks, Cowboys oder Stierkämpfe - es gibt kaum eine Kultur, die nicht auf die Kuh gekommen ist. Inzwischen leben schon 1,4 Milliarden Rinder wild oder in engen Beziehungen mit dem Menschen. Die Dokumentation zeigt in großartigen Aufnahmen Ursprung, Vielfalt und Eigenarten von wilden und zahmen Rindern auf der ganzen Welt.

Die Rückkehr der wilden Rinder in Europa

Auerochsen, die Urform unserer Hausrinder zählten in Höhlenmalereien bereits zu den Lieblingsmotiven unserer Vorfahren. Das vermutlich letzte europäische Exemplar der massigen Tiere mit den geschwungenen Riesenhörnern starb 1627 in Europa aus. Die „kleinen Brüder“, die Wisente oder auch europäischen Bisons überlebten. Aufgrund ihres Fleischs, Fells, aber auch ihrer nicht ungefährlichen Präsenz in den Wäldern wurden sie bereits vor 1.000 Jahren stark bejagt und dezimiert. Nach dem Ersten Weltkrieg (1914–1918) verschwanden die letzten freilebenden Wisent-Populationen weitestgehend aus ihren Rückzugsgebieten in Polen und im Kaukasus. Lediglich um die 60 Tiere überlebten in Tiergehegen und Wildparks. Von dort aus wurden nach dem Zweiten Weltkrieg um 1950 vor allem in Osteuropa immer wieder Wisente ausgewildert. Seitdem streifen wieder mehrere hundert Tiere durch ihre ehemaligen Territorien, wie zum Beispiel den Bialowieza-Nationalpark. Die Tiere sind seit 1976 in Deutschland durch das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und aufgrund des kleinen genetischen Pools als gefährdet eingestuft. Naturschutzverbände setzen sich zudem für die Wiederansiedlung auch ein. Seit 2013 läuft ein Auswilderungsprojekt von circa 20 Tieren im deutschen Rothaargebirge. Ihre Rückkehr und Imposanz brachte den Wisenten viel Presse und bereits zweimal den Titel „Wildtier des Jahres“ ein.

Daten und Fakten

Produktionsland Deutschland 
Produktionsjahr 2018
Regie Phil Coles
Originaltitel Load of Bull
Laufzeit 50 Minuten

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