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Teflon - Das unsichtbare Gift

Teflon - Das unsichtbare Gift

Der Chemiekonzern DuPont pumpt in West Virginia giftige Chemikalien aus der Teflon-Produktion in Luft und Wasser und löst damit einen riesen Umwelt-Skandal aus. Regisseurin Stephanie Soechtig arbeitet den Skandal in ihrer Dokumentation "Teflon - Das unsichtbare Gift" anschaulich auf und entdeckt erschreckende, teils ungeahnte Auswirkugen der Verseuchung.

Hintergrundinformationen

Vor 77 Jahren entdeckt der junge Chemiker Roy Plunkett, angestellt bei dem Chemiekonzern DuPont, per Zufall Polytetrafluorethylen, kurz PTFE. Es ist nicht brennbar, reaktionsträge, äußerst beständig und es gibt nahezu keine Materialien, die an dem Stoff hängen bleiben – sie perlen an ihm ab. Plunkett erhält das Patent auf den Kunststoff am 04. Februar 1941. 1945 bringt die Firma DuPont PTFE mit dem Handelsnamen „Teflon“ auf den Markt.

Bis heute verbindet man Teflon primär mit Küchenware, doch es steckt ebenso in wasserdichter Kleidung, Gitarrensaiten, Mikrochips, Prothesen, Verpackungen und mehr. Der Markt für Teflon ist milliardenschwer. Dabei bildet Teflon bei Erhitzung giftige Stoffe. Bei Temperaturen ab 202 Grad Celsius bilden sich Mengen, die einen Wellensittich töten können, ab 360 Grad Celsius auch Dämpfe, die für Menschen gefährlich sind und grippeähnliche Symptome hervorrufen können. Dies ist bekannt als das Polymerdampf-Fieber oder auch Teflon-Fieber. Bis 2002 ist die Firma 3M Haupthersteller und Lieferant für PFOA, welches für die Herstellung von Teflon benutzt wird. Ende 2002 stellt 3M die Produktion ihres Stoffes aufgrund starker gesundheitlicher Bedenken ein. Dennoch beginnt DuPont noch im selben Jahr den Stoff selbst herzustellen.

Der Erfolg von Teflon ist indes nicht aufzuhalten. Doch die Chemikalie ist nicht biologisch abbaubar und verseucht Trinkwasser weltweit. Gelangt sie in den Blutkreislauf, bleibt sie auch dort. Deshalb ist PFOA heute im Blut von Menschen auf aller Welt nachzuweisen. Die Langzeit-Folgen von Teflon sind noch nicht absehbar, doch die Konsequenzen tragen wir alle.

Daten und Fakten

Poster zu der Dokumentation "The Devil we know".
Produktionsland USA
Produktionsjahr 2018
Regie Stephanie Soechtig
Originaltitel The Devil We Know
Laufzeit 84 Minuten

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