TV Programm
Trailer
Empfang
Wildes Israel
Di.
21.08. · 20:15
  —  Die Negev-Wüste  (Staffel 1, Episode 1)
Mi.
22.08. · 03:05
  —  Die Negev-Wüste  (Staffel 1, Episode 1)
Mi.
22.08. · 10:55
  —  Die Negev-Wüste  (Staffel 1, Episode 1)
Do.
23.08. · 15:00
  —  Die Negev-Wüste  (Staffel 1, Episode 1)
Di.
28.08. · 19:25
  —  Die Negev-Wüste  (Staffel 1, Episode 1)
Di.
28.08. · 20:15
  —  Leben am Toten Meer  (Staffel 1, Episode 2)
Mi.
29.08. · 02:10
  —  Die Negev-Wüste  (Staffel 1, Episode 1)
Mi.
29.08. · 03:05
  —  Leben am Toten Meer  (Staffel 1, Episode 2)
Mi.
29.08. · 09:10
  —  Die Negev-Wüste  (Staffel 1, Episode 1)
Mi.
29.08. · 10:00
  —  Leben am Toten Meer  (Staffel 1, Episode 2)

Wildes Israel

Naturüberraschung Israel! Das „gelobte Land“ im Nahen Osten ist der Geheimtipp in Sachen Artenvielfalt. Filmemacher Eyal Bartov eröffnet in der fünfteiligen Naturdokureihe, wie sich seine Heimat dank staatlicher Schutzmaßnahmen zum Taucherparadies, Zugvogelmekka und Refugium seltener Exoten wie dem arabischen Leoparden, Sumpfluchsen oder beinahe ausgestorbenen Spezies wie arabischen Oryxantilopen gemausert hat. Vom nördlichsten Korallenriff am Roten Meer, weiten Canyon in der Negev-Wüste bis zum niedrigsten Punkt der Erde am Toten Meer – Israels erstaunliche Wildnis zählt zweifelllos zu den größten „Wildlife Hotspots“ der Welt.

Untermalt von melodischen Gitarrenklängen bringt Regisseur Eyal Bartov mit spektakulären Luft-, Nah- und Unterwasseraufnahmen das gesamte Spektrum von Israels atemberaubender Natur auf den TV-Bildschirm. In fünf Folgen werden Naturspektakel in unterschiedlichen Landschaften über ein Jahr mit der Kamera begleitet. Durch weite Steppen streifende Leoparden, Hyänen und Antilopen erinnern an Afrika. Bunte Korallenriffe am Roten Meer ähneln der Karibik und Goldadler, Gänsegaier und Wölfe inmitten sandfarbener Canyons könnten auch Aufnahmen von den schönsten Nationalparks der USA sein. Viele Tiere wie der arabische Leopard oder der nubische Steinbock leben nur hier. Wie kommt es zu dieser Vielfalt an Lebensräumen und Tiergemeinschaften? Grund dafür ist zum einen die geografische Lage zwischen dem Roten Meer, dem Toten Meer und dem Mittelmeer auf einer Landzunge zwischen Afrika und Asien. Verschiedene Klimazonen ermöglichen weite Steppen und Wüsten im Süden aber auch reiche Wälder und Küsten im Norden. Vor allem aber ist der Artenreichtum dem umfassenden, staatlichen Schutz der meisten heimischen Wildtiere sowie Zugvögel und Meeresbewohner zu verdanken.

Jede Folge begleitet Naturschutzmaßnahmen wie die Wiederauswilderung von Oryxantilopen, Fischzählungen oder die Fütterung riesiger Zugvogel-Kolonien. Dank dieser erfolgreichen Schritte konnten zahlreiche seltene Tierarten wie persische Halbesel und Damhirsche in Israel vor dem Aussterben bewahrt werden. Der hohe Schutzstatus der Wildtiere und die einzigartigen Lebensräume wie die Salzlandschaften am Toten Meer, die reichen Küsten mit dem nördlichsten Korallenriff am Suez-Kanal und die großen Steppen und Wüsten im Inland machen Israel für Millionen Tiere zu einem der wichtigsten Brutgebiete und Migrationsländer weltweit. Der Fünfteiler belegt eindrucksvoll, wie sehr sich Artenschutz lohnt und, dass es sich bei dem vermeintlich kargen Wüstenstaat, der weithin eher für seine heiligen Stätten und Glaubenskriege bekannt ist, tatsächlich um eines der größten Naturparadiese der Erde handelt.

Hintergrund: Israel

Geografisch zählt Israel zu Vorderasien, geologisch gesehen aber zu Afrika. Schuld daran ist die Lage auf einer Landbrücke zwischen Asien und Afrika am östlichen Rand vom Mittelmeer. Da sich in der Hauptstadt Jerusalem einige der heiligsten Stätten und die Ursprünge des christlichen, jüdischen und muslimischen Glaubens befinden, sind weite Landstriche seit vielen Generationen umkämpft.

Durch die Ausrufung eines jüdischen Staates nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1948 entbrannte ein bewaffneter Dauerkonflikt - der Nahost-Konflikt - im Gaza-Streifen und Westjordanland zwischen dort ursprünglich lebenden arabischen Muslimen (Palästinensern) und ansässigen sowie nach dem Zweiten Weltkrieg immigrierten Juden. Abseits der verhängnisvollen Glaubenskriege ist Israel als OECD-Mitglied (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ein Staat mit dem 34 höchsten Bruttoinlandproduktes, Rechtsstaat und hochentwickeltes Industrieland. Die Landschaft ist geprägt von einem grünen, waldreichen Norden und einem kargen Süden. Sie lässt sich in vier Regionen einteilen: die Mittelmeerküste, die Hügellandschaft im Zentrum, das Jordantal und die Negev-Wüste, die zur Sinai-Wüste zählt und die Hälfte des Landes bedeckt. Das Tote Meer am südlichen Ende ist mit 418 Metern unter dem Meeresspiegel nicht nur der niedrigste Punkt des Landes, sondern auch der Welt! Obwohl sich Israels Politik stark für den Naturschutz einsetzt, konnte das Aussterben seltener Tiere wie vom asiatischen Geparden oder dem syrischen Braunbär Ende des zwanzigsten Jahrhunderts nicht verhindert werden. Umso intensiver bemüht sich heute die „Israel Nature and Parks Authority“ um Schutz- und Wiedereinbürgerungsmaßnahmen einst heimischer, weltweit seltener Tiere. Dem hohen Stellenwert vom Naturschutz und den zahlreichen Naturreservaten ist es zu verdanken, dass Israel bis heute mit einer fantastischen Flora und Fauna gesegnet ist.


So empfangen Sie GEO Television