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Merkel - Macht der Freiheit

Merkel - Macht der Freiheit
08.12.2022 |  Do. 20:15 Uhr
Start: 20:15 Uhr
Ende: 21:55 Uhr
Länge: 100 Minuten
Inhalt:
WEIBLICH, WISSENSCHAFTLICH, OSTDEUTSCH - EINE AUSSENSEITERIN WIRD ZUR WELTPOLITIKERIN

Als Angela Merkel 1991 zur Bundesministerin vereidigt wird muss sich die promovierte Physikerin und CDU-Quereinsteigerin noch den Spott der Presse anhören, die sie als "Kohls Mädchen" betitelt. Doch Merkel geht effizient, besonnen und kalkuliert ihren Weg, der sie 2005 bis zur Kanzlerschaft führt: Krisen, Konflikte, Wahlen - 16 Jahre lang steht Merkel als Kanzlerin im Zentrum der Macht und lässt sich dabei fast nie in die Karten schauen. "Merkel" erzählt facettenreich vom Werdegang einer dreifachen Außenseiterin - Frau, Naturwissenschaftlerin und Ostdeutsche -, die nicht nur zur ersten Bundeskanzlerin Deutschlands aufsteigt, sondern ebenso zur mächtigsten Politikerin auf dem Weltparkett.

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Als der scheidende US-Präsident Barack Obama 2016 in seiner Limousine das Kanzleramt verlässt, sehen Beobachter zu wie sich die ihm winkende Kanzlerin Angela Merkel eine Träne von ihrer Wange abwischt - diese Szene ist eine Seltenheit in der langen Karriere einer Politikerin, die es früh verstanden hat, in einer Männerdomäne und im Politikalltag möglichst keine Emotionen zu zeigen. Die in der DDR sozialisierte Pastorentochter und promovierte Physikerin bevorzugt als Politikerin einen nüchternen Stil - und hält sich, bis auf Ausnahmen, während ihrer Laufbahn auch über ihr Privatleben bedeckt. Diese im Ausland oft überaus als "deutsch" empfundene Reserviertheit wird, ähnlich wie die berühmte Merkel-Raute, zum Markenzeichen Merkels - und bringt ihr als verlässliche Partnerin viel internationales Lob ein.

Innenpolitik und die Energiewende, internationale Wirtschaftskrisen und Konflikte, die jähe Ankunft von Geflüchteten 2015 oder auch das spannungsvolle Verhältnis von Ost und West - Angela Merkel gelingt in ihrer langen Karriere als Politikerin oftmals das Unmögliche, doch sie bleibt dabei nicht frei von Kritik. Manche ihrer Entscheidungen werden als Alleingang verstanden, andere - wie die von ihr verfestigte deutsche Abhängigkeit von russischen Energielieferungen - haben bis heute weitreichende Folgen für Deutschland und Europa.

Der Dokumentarfilm "Merkel" unter der Regie von Eva Weber porträtiert facettenreich den politischen Werdegang von Angela Merkel und lässt dabei prominente internationale und nationale Politiker, Wegbegleiter und Journalisten in aufschlussreichen Interviews zu Wort kommen: Sir Tony Blair, Hillary Clinton, Susan Rice, Thomas de Maizière, Christiane Amanpour, Völker Schlöndorff u.a. schauen im Film auf die lange politische Laufbahn und auf die Privatperson Merkel zurück.