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Hell and Back Again - Die Hölle von Afghanistan

Hell and Back Again - Die Hölle von Afghanistan
15.03.2019 |  Fr. 00:10 Uhr
Start: 00:10 Uhr
Ende: 01:35 Uhr
Länge: 85 Minuten
Inhalt:
Im Zentrum seines Films steht der US-Marine Nathan Harris. Harris kämpfte für die Streitkräfte der USA in Afghanistan und wurde dort lebensgefährlich verwundet. Er überlebte, ist aber fortan schwer gezeichnet. Nach seiner Rückkehr in die USA durchläuft er langwierige Reha-Maßnahmen, ist auf Gehhilfe angewiesen und leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung.
Wie schwer vielen Soldaten die Rückkehr in den Lebensalltag fällt, vermag Dennis plastisch zu dokumentieren, indem sein Film den Ex-Marine bei scheinbar banalen Aktivitäten wie dem Einkauf im Supermarkt oder im Drive-in-Restaurant zeigt. Unterbrochen werden diese Szenen aus dem Alltag, in denen sich Harris schwierige Ankunft in der Zivilgesellschaft und die Härte seines Schicksals deutlicher zu spiegeln vermögen als in noch so langen Interviews, durch Rückblenden aus den Kampfeinsätzen in Afghanistan.
Herausgekommen ist dabei ein intimes Porträt, das die zwei Perspektiven meisterhaft zu verbinden versteht und am Beispiel Harris' die Höhen und Tiefen im Leben eines gefallenen Soldaten herausragend dokumentiert. Die aufrüttelnden Bilder vom Kampfgeschehen in Afghanistan zeigen ungeschönt die brutale Realität jenes Krieges in der Wüste: ein täglicher Kampf ums Überleben, in dem ständigen Bewusstsein, bei diesem Einsatz sterben zu können.
Zudem zeichnet der Regisseur jene verstörende Banalität des Alltags, in die viele Rückkehrer aus Kriegsgebieten geworfen werden. Eben noch als Verteidiger der Freiheit am Hindukusch, rollt Harris nun in seinem Rollstuhl durch den Supermarkt, stets auf der Suche nach einem Sinn in einer Welt, die ihm fremd geworden zu sein scheint.