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Wien 1908 - Eine Stadt verändert die Welt

Wien 1908 - Eine Stadt verändert die Welt
18.03.2019 |  Mo. 00:45 Uhr
Start: 00:45 Uhr
Ende: 01:40 Uhr
Länge: 55 Minuten
Inhalt:
Viele revolutionäre Ereignisse im Wien des beginnenden 20. Jahrhunderts werden in der Dokumentation beleuchtet. So zum Beispiel die Geburtsstunde der Psychoanalyse oder die Wege, die progressive Vertreter der Wiener Künstlerschaft einschlugen. Geradezu als ein Symbol des Goldenen Zeitalters Wiens gilt Gustav Klimts Gemälde 'Der Kuss'.
Wirklich rund wird das Bild vom Wien des Jahres 1908 allerdings erst durch die Auseinandersetzung mit seinen düsteren Facetten. Eine schutzlose Existenz fristeten die schätzungsweise 50.000 Prostituierten. In der Kanalisation hausten ausgestoßene Obdachlose, deren Elend der Journalist Emil Kläger 1908 mittels des Buches 'Durch die Wiener Quartiere des Elends und Verbrechens' ins allgemeine Bewusstsein rückte.
Fatale Folgen sollte auch ein Vorgang in der Kunstakademie entfalten, und zwar die zweimalige Ablehnung des knapp 20-jährigen Studienbewerbers Adolf Hitler. Die Leitfigur der für entsetzlichen Terror verantwortlichen Nazi-Bewegung wurde durch seine Zurückweisung noch empfänglicher für den in Wien grassierenden Antisemitismus. Als Schicksalsjahr der internationalen Politik entpuppte sich 1908 auch aufgrund der Annexion von Bosnien und Herzegowina, löste diese doch eine Kettenreaktion aus, die in den Ersten Weltkrieg mündete.