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Die Jagd nach den versunkenen Schätzen

Das Geld liegt nicht auf der Straße, sondern im Meer! Über die Jahrhunderte sind unzählige Schiffe mit wertvoller Fracht auf hoher See gesunken, ihre Schätze galten für immer verloren – bis jetzt! Moderne Tiefseeroboter und Hightech-Ortungstechnik schlagen ein neues Kapitel für Schatzsucher auf. Doch auf die Euphorie folgt die große Frage: wem gehören die Schätze eigentlich?

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Seit rund zweitausend Jahren befördern die Menschen Waren über die Weltmeere. Unter der Annahme, dass in früheren Zeiten etwa alle drei Tage ein Schiff gesunken ist, wird geschätzt, dass rund drei Millionen Schiffwracks auf dem Meeresboden schlummern. Die Schiffe wurden als verschollen eingetragen, doch heute machen es moderne Techniken möglich, die versunkenen Schiffsladungen wiederzufinden. Spektakuläre Funde zeigen, dass sich die Suche lohnt: 60.000 Tonnen Silber wurden 2011 unweit der schottischen Küste in knapp 5.000 Metern Tiefe geborgen. Als der größte jemals dokumentierte Meeresschatz gelten die Gold- und Silbermünzen, der berühmten spanischen Galeone „St. José", der 2015 vor der kolumbianischen Küste geborgen wurde. Aber wer hat welchen Anspruch auf die Milliardenfunde? Der Finder, das Land oder die Nation der damaligen Schiffseigentümer? An jüngsten Fallbeispielen wird das Dilemma der Juristen deutlich: Politiker, Wissenschaftler oder Unternehmer – jede Partei hat ihre Argumente, aber auch unterschiedliche finanzielle Mittel. Fest steht: die Interessen von oftmals weniger liquiden „Bewahrern“ wie der UNESCO auf der einen, und profitorientierten Unternehmen auf der anderen Seite, sind nur durch Kooperationen und Kompromisse zu vereinen.

Abseits von Profitgier sehen erfahrene Meeresarchäologen die versunkenen Schätze durch eine der mächtigsten Lobbys weltweit bedroht: der Fischerei. Die bekanntermaßen ökologisch vernichtende, aber sehr effektive, Trawler-Tiefseefischerei trägt nicht nur maßgeblich zum Meeressterben bei, sondern zerstört auch Wrack-Überreste unwiderruflich. Der Dokumentarfilm der französischen Filmemacher Denis Delestrac und Didier Martiny verdeutlicht anhand der Debatten um die versunkenen Meeresschätze die Interessenskonflikte zwischen Nationen, Institutionen und Unternehmen ebenso vielschichtig wie das allgegenwärtige Naturschutzproblem der Meereszerstörung.

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Maßgeblich verantwortlich für die Aufarbeitung des Themas ist Denis Delestrac. Der französische Filmemacher wurde für seine Regiearbeit bei investigativen, politischen und umweltkritischen Dokumentationen bereits mehrfach ausgezeichnet. Sein Engagement für bedrohte Ressourcen und Kulturen hat ihm bereits zahlreiche international renommierte Preise wie den Greenpeace Prize (2016) oder den Impact Prize (2015) eingebracht.

Daten und Fakten

Produktionsland Frankreich
Produktionsjahr 2018
Regie Denis Delestrac, Didier Martiny
Originaltitel Sunken Eldorado: The New Underwater Goldrush
Laufzeit 52 Minuten

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