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23.10. · 13:05
  —  Verseucht - Das Gift in unserem Wasser  

Verseucht - Das Gift in unserem Wasser

In westlichen Staaten ist Sauberes Trinkwasser eine Selbstverständlichkeit – eigentlich. „Verseucht – Das Gift in unserem Trinkwasser“ zeigt, dass in den USA der Profit von Unternehmen wichtiger ist als sauberes Trinkwasser. Nur deshalb konnten 28.000 Liter der giftigen Chemikalie MCHM 2014 in der Stadt Charleston ins Trinkwasser-Reservoir gelangen. Leider kein Einzelfall, wie Regisseur Cullen Hoback bei seiner investigativen Recherche herausfindet. 

Im Januar 2014 wundern sich die Einwohner der Stadt Charleston in West Virginia über den stechenden Geruch ihres Trinkwassers. Innerhalb weniger Stunden wird bekannt, dass mehr als 28.000 Liter der giftigen Chemikalie MCHM aus einer Fabrikanlage in das örtliche Trinkwasser-Reservoir gelangt sind. Mehr als 300.000 Personen sind von diesem Chemieunfall betroffen. In den nächsten Tagen leiden hunderte Menschen unter Symptomen wie Hautveränderungen, Übelkeit, und Kopfschmerzen und suchen Krankenhäuser auf – doch obwohl das Trinkwasser auch nach Wochen noch den stechenden Geruch aufweist, bezeichnen die Gesundheitsbehörden es als „unbedenklich“. Der investigative Filmemacher Cullen Hoback bricht bereits wenige Tage nach dem Chemieunfall nach Charleston auf, um der Sache auf den Grund zu gehen. Interviews mit Betroffenen, Ärzten, Experten, Lobbyisten und Politikern zeigen bald, dass der Chemieunfall in Charleston nur die Spitze eines Eisbergs bildet. Der Regisseur beginnt eine jahrelange Recherche, die bald schon offenbart, dass Mensch und Umwelt beim Thema Trinkwasser zweitrangig sind und stattdessen Geld, Macht und Korruption dieses Feld dominieren – und die Gesundheit vieler US-Amerikaner in Gefahr ist.                         

In „Verseucht – Das Gift in unserem Wasser“ untersucht Cullen Hoback einen Chemieunfall, der 2014 im US-Bundesstaat West Virginia das Trinkwasser von mehr als 300.000 Menschen kontaminiert hat. Spannend wie ein Politthriller erzählt der augenöffnende Film von Geld, Macht und Korruption und beweist, dass die Gesundheit der Menschen in Sachen Trinkwasser in den USA viel zu oft ins Hintertreffen gerät. GEO Television zeigt den Dokumentarfilm zum ersten Mal im deutschen Fernsehen.

Anfang 2014 wird der Chemieunfall, der das Trinkwasser in Charleston kontaminiert, nur durch eine zufällige Eigenschaft der Kohlenwäsche-Chemikalie MCHM aufgedeckt: diese weist selbst in geringster Konzentration einen stechenden Geruch auf. Die durch den Unfall betroffenen 300.000 Menschen stellen damals bereits beim Öffnen des Wasserhahns fest, dass mit ihrem Trinkwasser etwas nicht stimmt. Doch in den USA sind mehr als 80.000 Chemikalien zugelassen – und für die wenigsten von ihnen gibt es überhaupt Messgeräte oder konkrete Grenzwerte. Wäre das MCHM geruchlos gewesen, wie viele andere gesundheitsgefährdende Stoffe auch, hätten die ahnungslosen Betroffenen über Wochen und Monate das kontaminierte Trinkwasser getrunken und genutzt.    

Während seiner Recherchen stellt Regisseur Cullen Hoback schnell fest, dass sogar offizielle US-Prüfstellen und US-Behörden, die die Qualität des Trinkwassers eigentlich gewährleisten sollen, bei ihrer Aufgabe oftmals in einer gefährlichen und dubiosen Grauzone agieren und dem Druck der Industrie und mächtiger Lobbyisten oftmals. Die Gefährlichkeit vieler fragwürdiger Chemikalien wird so bereitwillig unter den Teppich gekehrt. Korruption, Intransparenz und Verschwiegenheit verhindern leider viel zu oft, dass das Trinkwasser in den USA ein sicheres Lebensmittel ist. Mit seinem hochspannenden Dokumentarfilm „Verseucht – Das Gift in unserem Wasser“ wirft Regisseur Cullen Hoback nun etwas Licht in ein dunkles System, das seit Jahrzehnten von der Wirtschaft, Lobbyisten und hochrangigen US-Politikern aufrechterhalten wird.

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